| Was sind eigentliche historische Wertpapiere?
Sind es Wertpapiere, die einfach an der Börse nicht mehr gefragt sind
oder handelt es sich um den Abfall der Wirtschaftsgeschichte? Sind es wertlose
gewordene Anteile an Firmen, entwertete Pfandbriefe, nicht zurückgezahlte
Anleihen oder Reste von betrügerischen Machenschaften oder, oder..?
Diese Frage stellt man sich, wenn man sich zum ersten Mal mit einem alten
Wertpapier beschäftigt.
Also fangen wir mit der Definition an.
Historische Wertpapiere ist die Bezeichnung für alte meist wertlos
gewordene Aktien (shares), Anteile, Pfandbriefe, Anleihen (bonds), Kuxe,
Specimen, Genussrechte, Blanketten (nicht oder teilausgestellte Wertpapiere)
und sonstige Wertpapiere aller Art egal, ob diese im Umlauf waren oder nicht.
Oft werden auch andere Begriffe wie z.B. Alt-Aktien, Nonvaleurs, Antik-Effekten,
Historic Aktien verwendet, aber eigentlich trifft nur die Bezeichnung historische
Wertpapiere oder der aus dem englischen stammende Begriff der Scripophily
(zusammengesetzt aus „Schreiben“ und „Sammeln“)
den Kern der Sache.
Ein Nonvaleur z.B. hat keinen Wert mehr, ein historisches Wertpapiere kann
durchaus noch Rechte verbriefen oder einen Wert verkörpern, während
eine Alt-Aktie durchaus noch an der Börse gehandelt werden kann und
daher kein historisches Wertpapier sein muss.
Eigentlich ist die Definition aber Nebensache In der heutigen Zeit in
der immer mehr Aktionäre ihre Anteile nur noch auf einem Depotauszug
sehen und aufgrund der Flut an Wertpapiertransaktionen niemand mehr wirklich
Papier bewegen möchte, ist der Druck effektiver Stücke die Ausnahme.
Das war in den Gründerjahren anders. Man legte Wert auf die Urkunde,
denn sie verkörperte den Besitz und war sicher in vielen Fällen
auch Statussysmbol. So ist es nicht verwunderlich, dass...
|